Möglichkeiten und Grenzen

Möglichkeiten & Grenzen von capella wave kit

Wir meinen, dass wir mit capella wave kit ein wirklich innovatives, professionelles und hochwertiges Tool anbieten. Dennoch decken sich die Anforderungen, die ein Anwender hat, manchmal nicht mit dem, was das Programm kann. Darum möchten wir hier darlegen, wo Sie Defizite feststellen könnten:

Ganzheitliche Erkennung

  • Damit die ganzheitliche Erkennung funktioniert, muss das Musikmaterial folgende Voraussetzungen mitbringen:
    1. möglichst klar hervortretende Melodie (instrumental oder Gesang)
    2. mehrstimmige, homophon harmonisierte Begleitung (aufbauend auf den üblichen Akkorden der westlichen Musik)
    3. möglichst klare Basslinie
    Diese Voraussetzungen treffen auf fast alle Pop-Songs sowie auf einen Großteil der klassischen Musik zu (Konzert mit Orchesterbegleitung, Arie, …). Ungeeignet ist dagegen echte polyphone Musik mit mehreren gleichberechtigten Stimmen, wie z.B. Fugen.
  • Auch wenn die ganzheitliche Erkennung in der Lage ist, eine Begleitung für ein beliebiges Ensemble (z.B. mit Streichern und Bläsern) zu generieren, so werden die im Original vorhandenen Töne „irgendwie“ auf diese Stimmen verteilt, und nicht so wie im Original – capella wave kit ist also nicht in der Lage, verschiedene Instrumente zu unterscheiden (wohl aber Gesang und instrumentale Töne).
  • Eine von der ganzheitlichen Erkennung gefundene Gesangsmelodie erfordert im Notenbild in vielen Fällen noch Halbton-Korrekturen. Außerdem muss der Rhythmus bei repetitiven Tönen (mehrere Silben auf einer Tonhöhe) meist manuell ergänzt werden.
  • Es werden nur tonale Instrumente erkannt (kein Schlagzeug). Schlagzeug im Musikmaterial wird bei der Tonerkennung ignoriert, ist aber von Vorteil beim automatischen Erkennen der Taktstriche.

Wave-Bearbeitung

  • Bei Isolation von Tönen bzw. kompletten Stimmen sind teilweise akustische Artefakte hörbar; insbesondere bei Gesangsstimmen fehlen die Konsonanten.
  • Bei Unterdrückung von Tönen bzw. kompletten Stimmen (ohne diese Töne durch andere in veränderter Tonhöhe zu ersetzen) sind sehr häufig akustische Artefakte hörbar; insbesondere bei Gesangsstimmen bleibt ein „Flüstern“.
  • Eine wirklich qualitative Trennung von Gesang und Begleitung ist nur möglich, wenn die Aufnahme­technik mitspielt: Der Gesang muss nachträglich als Mono-Signal beigemischt worden sein (somit in der Stereomitte liegen) – das ist bei vielen heutigen Pop-Aufnahmen der Fall, aber nicht bei allen. Mehr dazu im Handbuch. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, gibt es zur Unterdrückung des Gesangs in der originalen Aufnahme (Karaoke) eine gute Alternative: Erzeugen Sie eine Midi-Datei ohne Melodie mit Hilfe der neuen ganzheitlichen Erkennung!
  • capella wave kit ist nicht zum Bearbeiten oder Schneiden von stundenlangen Musikmitschnitten geeignet. Statt dessen ist das Programm optimiert für die tonbasierte Bearbeitung von kürzeren Tracks (mehrere Minuten; mehr dazu im Handbuch). Wenn Sie beide Funktionen benötigen (sowohl die „herkömmlichen“ Funktionen wie Schneiden als auch die tonbasierten Funktionen von capella wave kit), können Sie capella wave kit sinnvoll mit der Software anderer Hersteller kombinieren.

Demoversion

Wenn Sie vor dem Kauf des Programms unsicher sind, ob capella wave kit für Ihr Musikmaterial geeignet ist, können Sie dies mit der kostenlosen Demoversion ausprobieren.

Diese Demoversion beinhaltet die vollständige Dokumentation und die Lehrgänge, sowie alle Funktionalitäten der normalen Version mit folgenden Einschränkungen:

  • Verunstalteter Sound: Beim Vorspielen erfolgt periodisch eine Ansage „Demoversion“.
  • Es ist kein Speichern oder Dateiexport als Wave / Midi / Noten möglich.
  • Die Bearbeitungszeit von Dateien ist auf 40 Sekunden eingeschränkt. Davon abweichend können aber die Demobeispiele und Lehrgangsdateien, die alle in vollem Umfang mitgeliefert werden, in kompletter Länge geöffnet und bearbeitet werden.